Jack Daniel’s: Wäller sollen Namen ändern

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Jack Daniel’s: Wäller sollen Namen ändern

Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

Anwalt des US-Whiskey-Konzerns meldet sich zu Wort

Rothenbach/Bremen. Im Marken rechts-Streit zwischen der welt weit meist verkauften US-amerikanischen Whiskey marke Jack Daniel’s und dem da hinterstehenden Brown-Forman-Konzern aus Louisville und der Westerwälder Kräuter likör-Manufaktur Goldwolf aus Rothenbach um die Nutzung des Namens „Jack Wäller“ (wir berichteten) hat sich nun der US-Konzern zu Wort gemeldet. Das Unternehmen sei an einer gütlichen Einigung interessiert, heißt es. Wie das aussehen könnte, lässt der Spirituosen-Konzern indes offen.

In einer Stellungnahme der Bremer Fachanwaltskanzlei Böhmert und Böhmert wird das Vorgehen der Firma Jack Daniel’s Properties aus San Rafael als Inhaberin der Markenrechte gegen das kleine Start-up-Unternehmen von Likör-Fabrikant Rainer Gschweng so begründet: „Als stolze Inhaberin der Jack Daniel’s-Marken hat meine Mandantin die Pflicht, das Vermächtnis von Mr. Jack Daniel, dem Gründer der Marke Jack Daniel’s, zu schützen. Das Vermächtnis von Mr. Jack begann vor mehr als 150 Jahren mit Jack Daniel’s Tennessee Whiskey und hat sich unter anderem um Gentleman Jack, Winter Jack, Jack Honey und Jack Fire erweitert“, führt Anwalt Rudolf Böcken holt aus. Seiner Ansicht nach verbinden Verbraucher mit Spirituosen, die Jack im Namen tragen, die Whiskey marke Jack Daniel’s. „Wenn ein Unternehmen (…) versucht, den Namen ‚Jack‘ für Spirituosen zu verwenden, ist es die Pflicht meines Mandanten, sicher zu stellen, dass die Verbraucher nicht in die Irre geführt werden“, betont er. Dem Ruf der Marke dürfe nicht geschadet werden. Man sei bestrebt, „eine gütliche Einigung mit Herrn Gschweng zu erzielen, die es ihm ermöglicht, seine

Pläne zur Herstellung von Kräuterlikör unter seiner Bezeichnung fortzusetzen“. Voraussetzung sei aber, dass Kunden nicht irre geführt werden. Doch Likör-Fabrikant Gschweng bleibt hart: „Gütliche Einigung hin oder her – Jack Daniel’s will, dass wir die Wortmarken Jack Wäller und Jacky löschen lassen. Aber wir lassen uns die Marken nicht nehmen.“ Das Deutsche Patent- und Markenamt habe den Namen vor der Registrierung im Mai geprüft. „Bei der Nachprüfung wird kein anderes Ergebnis herauskommen“, ist er sicher. Wenn Jack Daniel’s vors Patentgericht geht, riskiere der Konzern seine Marken Jack und Jacky, hinter denen sich kein eigenes Produkt verberge, was markenrechtlich zweifelhaft sei, warnt er. Am Ende könnte Gschweng gewinnen – so wie David im Kampf gegen Goliath.